Das Problem mit Morgenroutinen
Die meisten scheitern, weil sie zu ambitioniert sind. 5 Uhr aufstehen, 30 Minuten meditieren, Kälteschauer, Journaling, Sport, gesundes Frühstück – und das alles vor der Arbeit.
Das hält niemand durch. Und ein System das du nicht durchhältst, ist kein System.
Mein aktuelles Setup (3 Blöcke)
Block 1: Kein Handy (erste 30 Minuten)
Das Handy bleibt in einem anderen Raum bis ich das Haus verlasse oder 30 Minuten wach bin. Kein Social Media, keine E-Mails, keine Nachrichten.
Warum: Der erste Gedanke des Tages soll meiner sein, nicht der anderer.
Block 2: Bewegung (10-15 Minuten)
Nicht Sport. Bewegung. Ein kurzer Spaziergang, 10 Minuten dehnen, Treppen statt Aufzug. Etwas das Blut fließen lässt ohne dass es sich nach Verpflichtung anfühlt.
Block 3: Ein klarer erster Task
Bevor ich irgendetwas anderes tue, erledige ich eine klar definierte Aufgabe von meiner Liste des Vorabends. Nicht die schwierigste. Die klarste.
Was ich aufgehört habe zu tun
- Journaling: Habe ich 2 Jahre versucht. Zu aufwendig, zu wenig Nutzen für mich.
- Kaltwasser: Nein.
- Frühes Aufstehen: 6:30 Uhr, nicht 5:00. Schlaf gewinnt gegen Produktivitätsgurus.
Das Prinzip dahinter
Die Routine muss an deinem schlechtesten Tag funktionieren, nicht deinem besten. Wenn sie nur klappt wenn alles stimmt, ist sie keine Routine.
Meine drei Blöcke dauern zusammen 45 Minuten. Ich halte sie seit über zwei Jahren durch – mit wenigen Ausnahmen. Das ist mehr wert als jede theoretisch perfekte Routine.